Im Mai ist die vom Museumsverein Celle e.V. herausgegebene Celler Chronik 2026 erschienen, die nun in der 33. Ausgabe vorliegt. Die redaktionelle Betreuung der 188 Seiten umfassenden Publikation lag, wie in den Vorjahren, in den Händen von Sabine Maehnert und Andreas Flick. Titelbild ist eine Petroleumlampe mit Ansicht des Celler Schlosses aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Objekt aus dem Museumsfundus wird in der aktuellen Sonderausstellung „Und weg war’s! Verschwundenen Dingen auf der Spur“ gezeigt.

Neben den üblichen Jahresberichten des Museumsvereins und des Bomann-Museums finden sich in der vorliegenden Publikation sieben chronologisch geordnete Aufsätze. Sie reichen vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis in das 21. Jahrhundert.
Der erste Beitrag von Andreas Flick mit dem Titel „Die normannische Büchsenmacherfamilie Houel in Celle, Hannover und Lübeck“ führt uns in die Zeit als Celle noch unter Herzog Georg Wilhelm eine Residenzstadt war. Im Anschluss bietet Walter Schmidt quasi als Nachtrag zum „Caroline-Mathilde-Jahr 2025“ einen informativen Blick auf das Marmordenkmal, das zu Ehren der 1775 in Celle verstorbenen Königin Caroline Mathilde im Französischen Garten errichtet worden war. Es folgt ein Beitrag von Barbara Scheuermann über den in Celle geborenen Schriftsteller und Literaturhistoriker Karl Goedeke mit dem Titel „Zwischenrufe aus Celle – Karl Goedeke (1814–1887) in literarischen Fehden der Restaurationszeit“. Der darauf folgende Text von Karl-Heinz Buhr trägt den Titel „1918 – Hoffnung auf Frieden durch US-Präsident Wilson, Unterschiedliche Reaktionen und Erwartungen im Celler Land“. Carsten Maehnert berichtet anschließend über die jüdische Fotografin Dora Hirsch (1876–1957), die einst in Celle das Fotoatelier „Urania“ betrieb. Der sechste historische Beitrag von Tim Wegener behandelt das Schicksal zweier Celler Kommunisten in der Zeit des Nationalsozialismus: „Zum Beispiel Alwin Nickel und Heinrich Schang. Von den Nationalsozialisten verfolgt“. Der letzte Aufsatz von Sebastian Borkhardt befasst sich unter dem Titel „Das Unfassbare sichtbar machen“ mit Peter Barths Installation „Ungesühnt – Verschwiegen – Ein Heimatbild“ aus den Jahren 2018 bis 2020, das an das Celler Massaker vom 8. April 1945 erinnert.
Die Rubrik „Aus den Museen“ beinhaltet in dieser Ausgabe einen Text von Andreas Flick über die Anschaffung einer Weltraumrakete des Künstlers Ottmar Hörl durch den Museumsverein sowie die Ansprache von Hilke Langhammer, die sie im Dezember 2025 bei der Eröffnung der Ausstellung „Und weg war's! Verschwundenen Dingen auf der Spur“ gehalten hat.
Der Museumsverein dankt der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg sowie der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg für ihre Förderung.
Die „Celler Chronik 33“ kann in den Shops des Bomann- und des Residenz-Museums sowie bei Sternkopf & Hübel zum Preis von 17,80 € erworben werden.